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12. Studienjahr Kultur-Geschichte-Heimat Herbstsemester 2022

6x | Mi., 05.10.22, von 09.30-11.30 Uhr | Fr., 14.10.22, von 09.00-17.00 Uhr | Mi., 26.10.22, von 09.00-17.00 Uhr | Mo., 14.11.22, von 09.30-11.30 Uhr | Mi., 23.11.22, von 09.30-11.30 Uhr | Mi., 07.12.22, von 09.30-11.30 Uhr
12. Studienjahr Kultur-Geschichte-Heimat Herbstsemester 2022 © 2022 bammergrafik.de

In Form eines Studienjahres wird in zwei Semestern Wissenswertes zu Kultur, Geschichte und Heimat des Landkreises Bad Tölz - Wolfratshausen vermittelt. Eine Veranstaltungsreihe, in der ausgewählte Referenten bekannte, brisante und aktuelle Themen ansprechen. In jedem Semester sind zudem ein bis zwei Exkursionen geplant. Teilnahme auch an nur einem Semester möglich, Buchung von Einzelveranstaltungen nicht möglich.

Mi., 5.10.22, 9:30 Uhr Kleiner Kursaal Bad Tölz

Wie die Landschaft von heute entstand
Dr. Michael E. Holzmann, Geretsried

Das heutige Erscheinungsbild des süddeutschen Voralpenlandes ist vor vielen
Jahrhunderten, teilweise Jahrtausenden entstanden. Der Vortrag soll die
Entwicklung der Landschaft seit dem Ende der letzten Eiszeit bis in das
Hochmittelalter beschreiben. Ein besonderer Schwerpunkt wird auf das
Gebiet des heutigen Landkreises Bad Tölz-Wolfratshausen gelegt.

Fr., 14.10.22, Exkursion Zugspitze

Zahnradbahn

Am 1. April 1928 wurde einem Konsortium der Allgemeinen Lokalbahn- und Kraftwerke AG in Berlin, der AEG Berlin und der Treuhandgesellschaft AG in München eine Bau- und Betriebsgenehmigung für eine gemischte Adhäsions- und Zahnradbahn erteilt. Im Abschnitt zwischen Eibsee und Riffelriß bereitete einerseits die große Neigung des Geländes Schwierigkeiten bei der Bauausführung, andererseits der kurze Tunnel bei Kilometer 13,0, da dieser durch eine noch nicht zur Ruhe gekommene Mure geführt wurde. Im Anschluss an den Tunnel wurde ein 12 Meter hoher Damm errichtet. Die größte Schwierigkeit der gesamten Strecke stellte der Bau des 4,2 Kilometer langen Zugspitztunnels zwischen Riffelriss und Schneeferner dar. Dazu wurden ab Herbst 1928 mehrere Hilfsseilbahnen errichtet. Der von fünf Stellen gleichzeitig vorgetriebene Tunnel wurde am 8. Februar 1930 mit dem Durchbruch zum Schneeferner abgeschlossen. 1987 wurde die Streckenführung im Gipfelbereich modifiziert und der 975 m lange "Rosi-Tunnel" (nach Tunnelpatin Rosi Mittermaier) als Abzweig im oberen Viertel des Zugspitztunnels zum etwas tiefer gelegenen Zugspitzplatt eröffnet. Dort befindet sich unter dem Restaurant "Sonn-Alpin" der neue Gletscher-Bahnhof.

Umweltforschungsstation Schneefernerhaus
Das ehemalige Hotel direkt unterhalb des Gipfels der Zugspitze auf einer Höhe von 2.656 m wird seit 1999 als Umweltforschungsstation genutzt. Als es im Januar 1931 eröffnet wurde, beherbergte es den Bergbahnhof der Bayerischen Zugspitzbahn sowie das "höchstgelegene Hotel Deutschlands". Am 15. Mai 1965 forderte eine Lawine über die Sonnenterrassen und die Liftanlagen zehn Tote und 21 Verletzte. Nach der Eröffnung des neuen Bahnhofs auf dem Platt 1988 und dem Ausbau des Restaurants SonnAlpin stellte man im Januar 1992 den Hotel- und Restaurantbetrieb im Schneefernerhaus ein. Seit 1999 betreiben mehrere Forschungseinrichtungen in der Umweltforschungsstation permanente Studien zum Klima, kosmischer Strahlung, Hydrologie, Umwelt- und Höhenmedizin, Atmosphärenbeobachtung, Wolkendynamik u.a.

Mi., 26.10.22, Bus-Exkursion Kirchheim / Aschheim

Aus Feld und Garten: Was aßen die Bajuwaren?

Der Bajuwarenhof Kirchheim ist ein Projekt für lebendige Archäologie des frühen Mittelalters. Seit 2003 rekonstruieren wir hier ein Gehöft, wie es vor etwa 1400 Jahren in Südbayern ausgesehen haben könnte. Unter der Frage "Was aßen die Bajuwaren?" werfen wir im Rahmen dieser Führung einen gezielten Blick auf Erträge aus Gärten und Feld, in die Küche und auf den Brotbackofen. Neben Überlegungen zu Gerichten und Zutaten wird auch diskutiert, wie die Archäologie überhaupt Aussagen zu diesem spannenden Thema machen kann.

Führung: Dr. Jennifer Bagley, Museumsleiterin

"Zu Tisch" - Funde erzählen Esskultur

Was aßen die Kelten, wie veränderte sich der Speiseplan unter den Römern und was findet sich noch in bajuwarischer Zeit? Was bleibt übrig und wie können Archäologen zu diesen Fragen etwas sagen? Anhand ausgewählter Funde sollen die Aussagemöglichkeiten dargestellt und das forschende, enge Zusammenspiel unterschiedlicher Quellen und Wissenschaftsdisziplinen aufgezeigt werden. Brunnen zur Wasserversorgung, Töpfe und Teller mit ihren kleinen Geheimnissen sowie Grabbeigaben bieten hier ein breites Spektrum sich diesen Fragen anzunehmen.

Führung: Dr. Anja Pütz, Leiterin des AschheiMuseums

Mo.!, 14.11.22, 9:30 Uhr Zentrum für Sicherheit und Ausb., Am Sportpark 6, Bad Tölz
Führung: Roland Ampenberger

Trainieren fast wie in der Realität

In den Jahren 2003-2008 baute die Bergwacht Bayern das Zentrum für Sicherheit und Ausbildung (ZSA) auf, das seit 2012 von der Stiftung Bergwacht betrieben wird. Ein wichtiger Baustein der Grundidee war, dass in diesem Zentrum verschiedene Organisationen gemeinsam trainieren und sich untereinander austauschen. Das Zentrum dient nun seit mehr als zehn Jahren als Plattform für den professionellen Austausch in den Bereichen Berg- und Luftrettung sowie Notfallmedizin. Neben zwei Luftrettungssimulatoren ermöglichen Einbauten wie Kletterwände, Höhlenlandschaft, Seilbahngondeln, Kältekammer, Schockraum und Einsatzzentralen ein standardisiertes und realitätsnahes Üben mannigfaltiger Szenarien.
bw-zsa.org

Mi., 23.11.22, 9:30 Uhr Kleiner Kursaal Bad Tölz

Dr. Ken Massy - LMU München - Institut für Vor- und Frühgeschichtliche Archäologie und Provinzialrömische Archäologie

Menschen und Narrative der Frühbronzezeit in Südbayern - Archäologie trifft modernste Naturwissenschaften

Am Beginn der Bronzezeit um 2150 vor Christus ist Europa ein gut vernetzter Kommunikationsraum, in dem jede Region unterschiedliche kulturspezifische Verhaltensmuster und materielle Hinterlassenschaften hervorgebracht hat. Südbayern war damals ein wichtiger Knotenpunkt zwischen Ost und West. Davon zeugen nicht nur die zahlreichen Gräberfelder mit ihren Beigaben, sondern auch die biologisch gespeicherten Informationen aus Knochen und Zähnen der Verstorbenen. Der Vortrag soll den Spagat zwischen "klassischer" Archäologie und modernen Naturwissenschaften meistern und neue Erkenntnisse aus letzterem zurück in die Archäologie der Frühbronzezeit Südbayerns bringen.

Mi., 7.12.22, 9:30 Uhr Kleiner Kursaal Bad Tölz

Prof. em. Dr. Theo Eberhard, Faculty of Tourism, University of Applied Sciences Munich
Heimat und materielles Erbe

Wenn man an Heimat denkt, hat man auch immer Bilder im Kopf. Bilder von Orten, die die Vorfahren, die Menschen, die hier lebten, gestaltet haben. Das ist die von den Menschen zur Kulturlandschaft umgebaute Natur mit seinen Wiesen und Weiden, vor allem aber die Straßen und Plätze, die Häuser, Kirchen und Schlösser. Was wäre Bad Tölz ohne seine Marktstraße oder die Heilig-Kreuz-Kirche? Bilder, die Orientierung geben und sich in die Seele eingebrannt haben.

Kursnummer
26818
Termine
Mi, 05.10.2022 09:30-11:30 Uhr Fr, 14.10.2022 09:00-17:00 Uhr Mi, 26.10.2022 09:00-17:00 Uhr Mo, 14.11.2022 09:30-11:30 Uhr Mi, 23.11.2022 09:30-11:30 Uhr weitere Termine anzeigen
Raum
Kleiner Kursaal Vichyplatz 1 83646 Bad Tölz
Referent/in
  • Stephan Bammer
  • Dr. Michael E. Holzmann
  • Dr. Jennifer Bagley
  • Dr. Anja Pütz
  • Roland Ampenberger
Gebühr
  • Einzelperson Semester 150,00 EUR
  • Einzelperson Studienjahr 280,00 EUR
  • Paar Semester 280,00 EUR
  • Paar Studienjahr 530,00 EUR
Bei den ergänzenden Exkursionen fallen ggf. Kosten für den Transfer an.
Anmeldung
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Letzte Aktualisierung
17.10.2022, 13:51:05 Uhr
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