15. Studienjahr Kultur-Geschichte-Heimat

Frühjahrssemester 2026

6x | Mi., 11.02.26, von 09.30-11.30 Uhr | Mi., 25.02.26, von 09.30-11.30 Uhr | Mi., 11.03.26, von 09.30-11.30 Uhr | Mi., 25.03.26, von 09.30-11.30 Uhr | Fr., 17.04.26, von 09.30-16.00 Uhr | Mi., 29.04.26, von 09.30-16.00 Uhr
15. Studienjahr Kultur-Geschichte-Heimat Foto Stefan Bammer

Mi., 11.2.26, 9:30 Uhr Kleiner Kursaal Bad Tölz

Spätkeltische Viereckschanzen in Süddeutschland - ein Überblick.

Dr. des. Elisabeth Meixner, Archäologin

Viereckschanzen des 2. und 1. Jahrhunderts vor Christus gehören neben kleinen Weilern, offenen Großsiedlungen und den keltischen Oppida prägend zum spätlatènezeitlichen Siedlungsbild in Süddeutschland. Es handelt sich um Gehöfte, die von einem meist rechteckigen oder quadratischen Wall-Graben-System umgeben sind. Insgesamt sind bisher in Bayern und Baden-Württemberg etwa 600 derartige Anlagen bekannt, allerdings konnte bisher nur eine geringe Zahl archäologisch untersucht bzw. zumindest durch Geomagnetik prospektiert werden, so dass nach wie vor spannende Fragen offen sind.
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Mi., 25. 2.26, 9:30 Uhr Kleiner Kursaal Bad Tölz

Isarkiesel aus dem Karwendel und ihre Geschichte

Vera und Josef Karner, Krün

Was die Steine aus der Isar alles erzählen können, wie man ihre Schönheit entdecken und was aus ihnen entstehen kann, wird Ihnen vom Steineflüsterer Josef Karner nähergebracht. Und dabei geht es auch um Kultur und Heimatkunde, nur halt etwas anders als gewöhnlich, spannender und unterhaltsamer.
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Mi., 11.3.26, 9:30 Uhr Kleiner Kursaal Bad Tölz

Der neu entdeckte oktogonale Zentralbau auf der Fraueninsel

Dr. Marc Miltz, BLfD

Vor zwei Jahren sorgte eine Neuentdeckung für Schlagzeilen: Im Zuge geophysikalischer Untersuchungen wurde an der Stelle einer bereits bekannten, abgegangenen Kirche auf einer Wiese mitten auf der Fraueninsel im Chiemsee ein älterer Grundriss mit außergewöhnlicher Gestaltung festgestellt. Dabei handelt es sich um einen oktogonalen Zentralbau mit einem von acht Stützen getragenen Umgang sowie vier gleich großen, kreuzförmig angeordneten Annexräumen. Diese Neuentdeckung einer bisher unbekannten älteren Kirche, ermöglicht es nun, die komplexe Geschichte der Klosterinsel ein wenig neu zu interpretieren und besser zu verstehen.
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Mi., 25.3.26, 9:30 Uhr Kleiner Kursaal Bad Tölz

1525. Der Bauernkrieg im Allgäu - Revolution am Lech?

Dr. Stefan Fischer, Kaufbeuren

Seit Februar 1525 steht das Allgäu im Aufruhr, die Bauern erheben sich gegen ihre Obrigkeit und kämpfen um Freiheit und bessere Lebensbedingungen. Doch am Lech endet der Aufruhr, die bayerischen Bauern bleiben ruhig. Der Vortrag wird sich mit diesem Phänomen beschäftigen.
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Fr., 17.4.26, Ganztagesexkursion Peißenberg

Vormittag: Bergbaumuseum Peißenberg

1869 ist der Tiefstollen in Peißenberg angeschlagen worden, ursprünglich 672 m weit in den Berg hinein. Mit ihm verlagerte sich der Schwerpunkt des oberbayerischen Kohlebergbaus von Hohenpeißenberg und Peiting nach Peißenberg. Der Stollen war bis 1923 in Betrieb.
Sieben Jahre nach der 1971 erfolgten Schließung des Peißenberger Kohlebergwerks wurde 1978 der Verein der Bergbaumuseumsfreunde Peißenberg e.V. gegründet. Im Juli 1988 wurde das Bergbau-Museum offiziell eingeweiht. Die Hauptausstellung des Museums befindet sich im 1870 erbauten ehemaligen Zechenhaus. Das Haus zeigt die Geschichte der Peißenberger Pechkohle mit einem repräsentativen Querschnitt aller bergmännischen Techniken von der Anfangszeit des Bergbaus bis hin zum modernen Abbau.
Die immer feuchten und kühlen Bedingungen im Berg sind Sommer wie Winter gleich. Im Stollen sind verschiedene Abschnitte im Grubenausbau zu sehen.
Die 1857 erbaute Tiefstollenhalle diente in den ersten Jahren als Maschinenhalle. Nach ihrer Nutzung für Bergbauzwecke diente sie von 1924 bis 1944 als katholische Notkirche, da die Kirche St. Johann für die infolge des florierenden Bergbaus vielen katholischen Bergleute allein nicht mehr ausreichte.

Nachmittag: Modelleisenbahnen 0/H0

Der 1983 gegründete MBC Pfaffenwinkel e. V. in Peißenberg befasst sich mit dem Aufbau und dem Betrieb einer H0-Modelleisenbahn. Das Thema dieser Anlage ist der möglichst vorbildgerechte Nachbau der Bahnhöfe Weilheim und Peißenberg um 1968. Peißenberg war bis 1971 Bergbaustandort. Das Transportaufkommen für die Pechbraunkohle wurde größtenteils mittels Schienenverkehr abgewickelt. Gerade dieser Orts- und Epochenbereich bietet die Gelegenheit, ein Stück Heimatgeschichte zu erhalten. Außerdem besaß der Fahrzeugpark der Deutschen Bundesbahn zu jener Zeit die größte Typenvielfalt bei den eingesetzten Lokomotiven und Waggons. Die H0-Modelleisenbahn (Maßstab 1:87, 2-Leiter-Digitalanlage) entsteht im Obergeschoß des Bahnhofs Peißenberg (ca. 8m x 16m). Auf einer Fläche von ca. 100 m² soll nach der Fertigstellung Betrieb nach Vorbild durchgeführt werden. Dabei wurden insgesamt 583 m Gleis und 190 Weichen auf zwei Ebenen (Landschaftsbereich und 7 Schattenbahnhöfe) verlegt. Um den Betriebsablauf in den Jahren 1968 bis 1970 in den Bahnhöfen Weilheim und Peißenberg darzustellen, waren aufwändige Gleisbaumaßnahmen im unsichtbaren Bereich der Clubanlage (mit Sichtfenster und Beleuchtung für den Betrachter einsehbar) notwendig.
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Mi., 29.4.26, Ganztagesexkursion Mittenwald-Leutasch

Vormittag: Geigenbaumuseum Mittenwald

Das Geigenbaumuseum Mittenwald zeigt das Geigenbauhandwerk und seine über 300-jährige Entwicklung, verknüpft mit der Mittenwalder Ortsgeschichte. Der Geigenbau dominierte seit dem 17. Jahrhundert die Ortsgeschichte. Mittenwald ist seitdem eines der Zentren des Musikinstrumentenbaus in Deutschland. Das Museum wurde 1930 gegründet und befindet sich seit 1960 in einem der ältesten Häuser in Mittenwald. Es verfügt über eine hochwertige Sammlung von Musikinstrumenten.
Der Schwerpunkt der Sammlung liegt auf dem barocken Mittenwalder Geigenbau, aber auch das 19. und 20. Jahrhundert bis zu den Werkstätten der Gegenwart werden dargestellt. Zu sehen sind Instrumente von Matthias Klotz, der als Begründer des Geigenbaus in Mittenwald gilt und seiner zahlreichen Nachfahren und Schüler. Gezeigt werden eine historische Geigenbauerwerkstatt, die einzelnen Arbeitsschritte bei der Herstellung einer Geige, Riechproben verschiedener beim Geigenbau verwendeter Materialien (z. B. Lacke) und Hörproben. Einen Schwerpunkt bildet das Leben und Wirken von Matthias Klotz und seiner Nachfahren und Schüler. Es werden historische Filme zum Thema Geigenbau gezeigt.

Nachmittag: Leutasch & Ganghoferhaus

Kurze Bustour mit Kulturreferent Robert Krug

Ganghofer-Museum Leutasch

Das Ganghofer-Museum in Leutasch dokumentiert das Leben und Wirken des Volksschriftstellers Ludwig Ganghofer (1855-1920). Der deutsche Schriftsteller verbrachte 20 Jahre lang einen Großteil seiner Zeit in seinem Sommer- und Jagdhaus bei der Tillfußalm im Gaistal. Nach seinem bekannten Roman nannte er es "Schloss Hubertus". In diesem Häuschen entstand auch ein Großteil seiner Werke, so etwa sein bekanntester Roman, "Das Schweigen im Walde".
Bekannte Persönlichkeiten der Münchner Künstlerprominenz um 1900 wie Hugo von Hofmannsthal, Richard Strauss, Franz Defregger und Mathias Schmid, aber auch das ganze Wiener Burgtheater-Ensemble empfing Ganghofer in seinem "Schloss Hubertus".
1990 wurde in der ehemaligen Leutascher Volksschule im Ortsteil Kirchplatzl das Ganghofer-Museum eröffnet. Das Gebäude stammt aus dem Jahr 1950, seine Klassenräume wurden zum Museum mit einem Museumsgarten umgestaltet. Ganghofers Romane aus der Alpenwelt vermitteln einen eindrucksvollen Einblick in das Leben der ländlichen Bevölkerung des späten 19. Jahrhunderts. Auch die Dorfgeschichte sowie die traditionelle Jagd im Leutaschtal werden im Ganghofer-Museum vorgestellt. Bereits Maximilian I., Kaiser des Heiligen Römischen Reichs, verbrachte im 16. Jahrhundert mehrmals Zeit in Leutasch, um auf die Jagd zu gehen. Bilder, Exponate, Jagdtrophäen und Schriftstücke erzählen in interessanter Weise vom Dorf und seiner Umgebung.
Zudem dient das Haus als Gemeindebücherei und Kulturhaus.

Kursnummer
34262
Termine
Mi., 11.02.2026 09:30-11:30 Uhr Mi., 25.02.2026 09:30-11:30 Uhr Mi., 11.03.2026 09:30-11:30 Uhr Mi., 25.03.2026 09:30-11:30 Uhr Fr., 17.04.2026 09:30-16:00 Uhr weitere Termine anzeigen
Raum
Kleiner Kursaal Vichyplatz 1 83646 Bad Tölz
Referent/in
  • Dr. des Elisabeth Meixner
  • Josef Karner
  • Krug. Mag. Robert
  • Stephan Bammer
  • Vera Karner
Gebühr
  • Gebühr pro Einzelsemester 165,00 EUR
  • Einzelsemester Paare 295,00 EUR
  • Studienjahr 300,00 EUR
  • Studienjahr Paare 550,00 EUR
Bei den ergänzenden Exkursionen fallen ggf. Kosten für den Transfer an.
Anmeldung
Freie Plätze  



15. Studienjahr Kultur-Geschichte-Heimat Foto Stefan Bammer
Letzte Aktualisierung
25.01.2026, 12:07:46 Uhr
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