Du Papa, deaf ma in da Kirch lacha
Natürlich darf man! Das wissen Sepp Müller und Christoph Schnitzer nicht erst, seitdem sogar leibhaftige katholische Bischöfe in ihren Gottesdiensten Witze reißen.
Der Wegscheider und der Tölzer sind beide ehemalige Ministranten und können mit ihrem Programm also mitreden, wenn's um Bayerns heiligste Traditionen geht. Das tun sie bei ihrem Auftritt - passenderweise im Reichersbeurer Pfarrheim - auch, aber nicht nur.
Die beiden stehen seit vielen Jahren gemeinsam beim Lehards-Kleinkunstabend auf der Bühne und haben denselben Sinn für bairischen Humor. Der ist hinterkünftig, boshaft und auch mal derb, aber immer so, dass sich das Objekt der Spötteleien noch im Spiegel anschauen kann.
Sich selbst dabei nicht ganz ernst zu nehmen, gehört dazu.
Sepp Müller und Christoph Schnitzer präsentieren eine Auswahl von Musikstücke und Texten. Sie stammen von bekannten oder leider schon vergessenen Mundart-Autoren. Vor allem tragen sie eigene Werke vor, die sich mit der engeren Heimat, dem Isarwinkel, den Menschen und dem Dialekt befassen. Zu "Reischbein" fällt ihnen bestimmt auch etwas ein.
Der "Mü" kennt als langjähriger Chef der Tölzer "Lust", als Musiker und Kabarettist seine Isarwinkler Pappenheimer. Schnitzer war Jahrzehnte Redakteur des Tölzer Kurier und hat bei seiner journalistischen Arbeit tiefe Einblicke in die hiesigen Gegebenheiten tun dürfen. Er hat das Geschehen in und um Tölz zum Beispiel in seiner Mundartglosse "Nepomuk" jahrelang augenzwinkernd oder, falls nötig, scharfzüngig kommentiert.
(Text: Christoph Schnitzer, Foto: Christoph Schnitzer, KI-bearbeitet)
Wir freuen uns auf einen humorigen und musikalischen Abend mit den beiden.
Einlass ab 19:00 Uhr
- Christoph Schnitzer
- Sepp Müller
- Eintritt 18,00 EUR
